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Die Praxis ist durch die Bismarck-Apotheke zu erreichen.

Willkommen auf der Homepage der Praxis für Kinder-Pneumologie Gesine Gudowius in Halberstadt.

Seit 1. März 2020 hat im Gesundheitszentrum ALTE SCHULE in der Bismarckstraße 63 in Halberstadt die Schwerpunktpraxis eröffnet.

Auch während der Coronaviruszeiten sind wir zu erreichen. Bitte informieren Sie sich trotzdem noch einmal telefonisch, ob der Termin gehalten werden kann, da sich der Stand der Dinge täglich ändert. 

 

Informationen zur Coronaviruslage

 

Besondere Situationen verlangen nach besonderen Lösungen

In einer Zeit, in der jeder Kontakt zu anderen Personen und auch jeder Arztbesuch genau abgewogen werden sollte, können Telefon- und Videosprechstunden eine Alternative sein. Sie wenden sich an unsere Fachambulanz, da Ihre Kinder ein Problem mit den Atemwegen haben. Coronaviren befallen die Atemwege. Da kommt bei vielen Familien Verunsicherung auf. Ich möchte Ihnen auch in dieser Situation gern zur Verfügung stehen. Weitere Informationen dazu finden sie hier.

 

 

Was ist Kinder-Pneumologie?

Die Kinder-Pneumologie beschäftigt sie mit den Erkrankungen der Atemwege bei Kindern und Jugendlichen. Sie ist ein Schwerpunkt- bzw. Spezialgebiet der Kinder- und Jugendmedizin.

Kinderpneumologen oder „Kinderlungenärzte“ behandeln nicht nur wie der Name vermuten läßt die Lungen. Zu den Atemwegen gehören auch der Nasen-Rachenraum inklusive der Nasennebenhöhlen, die Ohren bis hin zum Kehlkopf. Das sind die sogenannten oberen Atemwege. Im Weiteren folgen die unteren Atemwege wie Luftröhre und Bronchien bis hin zu den Lungenbläschen.

Da sich Atemwegserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen nicht nur in den Krankheitsbildern sondern auch in Diagnostik und Therapie z.T. wesentlich von denen der erwachsenen Patienten unterscheiden, hat sich diese Spezialisierung in der Kinder- und Jugendmedizin etabliert und bewährt.

Welche Erkrankungen werden in unserer kinderpneumologischen Fachambulanz behandelt?

Eine der häufigsten chronischen Erkrankung des Kindes- und Jugendalters ist das Asthma (Asthma bronchiale). Kinder und Jugendliche mit diesem Krankheitsbild machen den größten Teil der kinderpneumologischen Patienten aus. Kinderpneumologische Schwerpunktpraxen verfügen über umfangreiche und spezialisierte diagnostische Möglichkeiten mit denen das Asthma bei den jungen Patienten untersucht und behandelt wird. Dazu gehören neben den Lungenfunktionsuntersuchungen u.a. auch sogenannte Provokationsuntersuchungen, eine umfangreiche allergologische Diagnostik, die Messung asthmatypischer Entzündungsparameter in der Ausatemluft (exhalatives NO) und die intensive Beratung der Familien. Besonderen Wert wird auf die Inhalationsschulung gelegt.

Als Praxis für Kinder-Pneumologie nehmen wir auch am DMP Asthma (Dissease Mamnagement Programm) teil, was im Rahmen der Versorgung von Patienten mit chronischen Erkrankungen von den meisten gesetzlichen Krankenkassen angeboten wird. Außerdem führen ich in der Kooperation mit der Asthmaschulungsgruppe „Langer Atem“ jährlich Asthmaschulungen für die kleinen und größeren Patienten und ihre Familien durch.

Eine weitere große Patientengruppe in unserer Praxis sind Patienten mit akuten, anhaltenden oder wiederkehrenden Infekten der Atemwege. Dazu gehören z.B. wiederkehrende (rezidivierende) Bronchitiden und Pneumonien (Lungenentzündungen). Neben den Lungenfunktionsuntersuchungen haben wir die Möglichkeiten umfangreiche Laboruntersuchungen einzuleiten (klinisches Labor, Mikrobiologie). In seltenen Fällen muss auch eine Röntgendiagnostik veranlasst werden. Da die Anwendung von Röntgenstrahlen besonders im Kinderalter stets kritisch abgewogen werden sollte, gehören diese Untersuchungen nicht zur Standarddiagnostik.

Auch bei selteneren Erkrankungen der Atemwege sind Kinderpneumologen mit ihrem spezialisierten Wissen Ansprechpartner. Dazu gehören Patienten mit:

Chronische Lungenerkrankungen nach Frühgeburt (insbesondere die sogenannte Bronchopulmonale Dysplasie (BPD))

Angeborene Störungen der Atemwege (z.B. Weichheit des Kehlkopfes und der Luftröhre – sogenannte Laryngomalazie bzw. Tracheomalazie)

Atemregulationsstörungen (Apnoe-Syndrome)

Schnarchen und obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom (OSAS)

Interstitielle Lungenerkrankungen (Taubenzüchterkrankheit, Sarkoidose und viele weitere)

Primäre ziliäre Dyskinesien / Kartagener-Syndrom (angeborenene Erkrankung der Flimmerhäarchen der Schleimhäute)

Eine der sehr seltenen Erkrankung im Kindesalter ist die Cystische Fibrose oder auch Mukoviszidose genannt. Kinder mit dieser angeborenen Erkrankung, die mit sehr häufigen und schwer verlaufenden Infektionen der Atemwege einhergeht, müssen in Spezialambulanzen (meist an Unikliniken angegliedert) behandelt werden. Bei Verdacht auf eine solche Erkrankung kann bei ambulant die Vordiagnostik erfolgen. Zur Weiterbehandlung nehmen wir dann den Kontakt mit den entsprechenden Kollegen auf und überweisen die Kinder mit ihren Familien an das Zentrum.

Weitere Aufgaben in der Kinder-Pneumologie

Eine zunehmende Nachfrage besteht nach einer Betreuung von Patienten mit schweren allergischen Erkrankungen (Anaphylaxie) – insbesondere Insektengift- und Nahrungsmittelallergien. Da diese Erkrankungen häufig auch mit Atembeschwerden einhergehen, gehören sie auch zum Gebiet der Kinder-Pneumologie. Hier ist die Zusammenarbeit mit einer Ernahrungsberatung nötig. Eine zertifizierte Anaphylaxieschulung ist innerhalb unserer Fachambulanz noch nicht möglich – die Ausbildung zum zertifizierten Anaphylaxietrainer ist geplant. Jedoch biete ich den Patienten und Familien intensive Beratungsgespräche mit praktischem Übungsteil an, die Versorgung mit dem notwendigen Medikamenten und ggf. Inhalatoren inbegriffen.

Zu den „benachbarten“ Fachgebieten gehören die Hals-Nasen- und Ohrenheilkunde sowie die Dermatologie. Erkrankungen der unteren Atemwege haben insbesondere im Kinder- und Jugendalter oft einen Zusammenhang mit Beschwerden der oberen Atemwege und der Haut. Daher sollte hier zwischen den Fachgebieten eine enge Zusammenarbeit erfolgen.

Ein wichtiger Teil der Tätigkeit in einer Facharztpraxis für Kinder und Jugendliche ist die Überleitung der Patienten bei Volljährigkeit in die Facharztpraxis der Kollegen in der Erwachsenenmedizin (Transition). Im Fall der kinderpneumologischen Patienten bedeutet dies, dass die jungen Patienten nach dem 18. Geburtstages bei einem Pneumologen, d.h. Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Pneumologie bzw. Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie weiterbetreut werden. Dieser Übergang ist verbunden mit der Entwicklung von Selbstständigkeit im Umgang und Management der eigenen Erkrankung. Hier sind Kinder-Pneumologen als Kinder- und Jugendärzte gefragt, die gemeinsam mit den Sorgeberechtigten und den Fachkollegen in der Erwachsenenmedizin die Jugendlichen dabei unterstützen. In Zukunft möchte ich hier auch eine sogenannte Transitionsschulung anbieten. Derzeit befinde ich mich in der Ausbildung zum zertifizierten Transitionstrainer.

Wie wurde ich Kinderpneumologin?

Nach meiner Ausbildung zur Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin und der Tätigkeit als Kinderärztin habe ich eine zusätzliche Weiterbildung an der Lungenklinik Ballenstedt und der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin St. Elisabeth und St. Barbara in Halle unter Chefarzt Dr. med. Lässig zur Kinderpneumologin absolviert. In zahlreichen Fortbildungen der Fachgesellschaften für Kinderpneumologie (GPP – Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie, APPA – Arbeitsgeemeinschaft für Pädiatrische Pneumologie und Allergologie (Mitteldeutschland)) habe ich mein Wissen erweitert. Eine ständige Fortbildung und der rege Kontakt zu Fachkollegen ist Voraussetzung für die moderne und leitliniengerechte Behandlung meiner Patienten.

Nicht zuletzt die Weiterbildung zum zertifizierten Asthmatrainer und die seit 2009 aktive Tätigkeit als Asthmatrainerin bieten weitere Möglichkeiten, die jungen Patienten umfassend zu betreuen. Deshalb arbeite ich seit nunmehr 10 Jahren in der Asthmaschulungsgruppe „Langer Atem“ im Harzkreis mit.

Aktuell bilde ich mich zum Transitionstrainer weiter und plane darüber hinaus die Ausbildung zum zertifizierten Anaphylaxietrainer und Neurodermitistrainer.

 

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